Es ist so weit! Wir können die 20 Millionen Euro Corona-APP jetzt auf unsere Smartphones herunterladen. In einem Artikel bei Heise.de gab eine Statistik, dass nur etwa 60% der Befragten darüber nachdenken die APP auch wirklich zu installieren und dies bei einem sehr Technik affinen Publikum, dies gibt mir doch zu denken. Also mehr 40% werden die APP höchstwahrscheinlich nicht nutzen und nun Frage ich mich:

„WARUM NICHT?“

Es gibt eine Menge Gründe, warum viele Handynutzer die APP nicht installieren werden und mit Sicherheit ist die „Angst um die persönlichen Daten“ einer der Hauptgründe.

„Datenschutz“, dieses Innovationsbremsende Argument.

Es gibt keinen Datenschutz!
Gab es noch nie!

Hey Handy-, Facebook, Instagram, E-Mail Nutzer und all ihr Anderen „V-Theoretiker“. Werdet endlich wach! Allein die Tatsache, dass Sie diesen Post jetzt lesen, hat viele nachverfolgbare Daten erzeugt, die jetzt ein Teil von „Big-Data“ sind und niemals wieder aus dem Internet gelöscht werden können.

Werdet euch endlich klar, dass es keinen Datenschutz gibt und niemals wirklich gab. Er wird nur als „Totschlagargument“ verwendet um wirkliche Änderungen zu blockieren. Schon zur Volkszählung 1987, also in einer Zeit vor Internet, Handy und leistungsfähigen Personal Computern wurden Befürchtungen laut, dass die auf Papier gesammelten Daten, auch wenn diese anonym erhoben werden, gar nicht so anonym sind und es stellte sich dann zweifelsfrei heraus, das es doch möglich ist die Daten einzelnen Personen zuzuordnen.

Und heute im Jahr 2020 trägt jeder eine mobile Wanze, liebkosend Handy genannt, mit sich herum und selbst wenn das Smartphone nicht genutzt wird werden Daten erzeugt. Wenn der Computer angeschaltet wird werden Daten erzeugt und natürlich werden Daten erzeugt, wenn Facebook, Google und Co. genutzt werden.

„Lasst die (endlich) Daten frei!“

Also, kapiert endlich, es gibt keinen Datenschutz und aus diesem Grund „Lasst die Daten frei!“ um diese zum Wohle Aller zu nutzen. Stellt euch einmal vor, was passieren würde wenn wir als Gesellschaft unsere Datenschätze selbst heben würden, anstatt alles den großen Datenkraken / Datenparasiten wie GOOGLE, Facebook und Co. zu überlassen. Es kann doch nicht sein, dass privat geführte Firmen alles über uns wissen, die Daten sammeln, aufbereiten und verkaufen und dann noch nicht einmal Steuern bezahlen.

Daten sind der Treibstoff der „New Economy“ und wir überlassen eine vielleicht weltverändernde Macht den Konzernen, ohne die Folgen konsequent durchzudenken.

Eine gewagte Hypothese:
„Es gibt mit Sicherheit Verbände, Verbindungen, Verabredungen … auf wirtschaftlicher und politischer Ebene, auf deren Agenda ’sozial & Gesellschaft‘ nur ganz weit unten stehen.“

Ich bin auf jeden Fall kein „V-Theoretiker“ oder Aluhutträger und ich glaube nicht an Gott, aber trotzdem bin ich davon überzeugt, dass es bestimmte Kreise innerhalb unserer Gesellschaft gibt, die sich gegenseitig unterstützen um „… an der Macht zu bleiben“ und diesen Hilft es ungemein, wenn die Daten „geschützt“ bleiben, denn wenn wir Zugriff hätten, dann fänden wir dort (in-)direkte Beweise, dass bestimmte Schichten sich gegenseitig zuarbeiten und miteinander kollaborieren um ihren Machtanspruch auf Kosten unserer Gesellschaft zu sichern.

Datenschutz? EGAL!

Daten sind inzwischen zu einer unverzichtbaren Grundlage unserer Wirtschaft und Gesellschaft geworden und die Entwicklung hat gerade erst angefangen. „Big-Data“ kann Chance oder Fluch sein und es ist jetzt an uns zu entscheiden wie es weiter gehen wird. Noch ist es vielleicht nicht zu spät eine ge,einsame Vision zu entwickeln.

Facebook ist überall!

In anbetracht der letzten Nachrichten über die Datenskandale rund um Facebook und Cambridge Analytica sollte es jedem halbwegs rationalen Menschen jetzt doch wirklich sonnenklar sein, daß Datenschutz als solches längst nicht mehr existiert und wer bis jetzt nicht begriffen hat, daß Facebook und Co. ausschließlich mit Daten und deren Verarbeitung Geld verdienen, der muss sich Fragen lassen, auf welcher Insel er die letzten Jahre zugebracht hat.

Datenstaubsauger wie Google, Facebook, Twitter, LinkedIn haben das Locken mit „kostenlosen“ Dienstleistungen und die Verwertung von Daten zu einem sehr lukrativen Geschäftsmodell entwickelt. Erstmals in der Geschichte der Menschheit wachsen die Datenberge exponential, es ist kein Ende abzusehen und das Internet vergisst nie.

Die „Post-Privacy-Gesellschaft“

Pandoras Büchse wurde geöffnet, wir müssen jetzt mit den Konsequenzen leben und es gibt keinen Weg zurück mehr! Wir leben in der „Post-Privacy“ Zeit, dies ist eine Tatsache und nun müssen wir uns von althergebrachten Denkmustern verabschieden und neue Sichtweisen sowie Antworten auf die Herausforderungen der Post-Privacy Gesellschaft finden.

Datenschätze müssen gehoben werden.

Das Eigentumsverhältnis für Daten und die Schöpfung von Gewinnen aus der Verwertung müssen umgedreht und neu bewertet werden. Und natürlich wird es gegen die notwendigen Änderungen erheblichen Widerstand geben, denn die Konzerne werden Ihre Datenschätze nicht freiwillig hergeben, wobei vollkommen ignoriert wird, daß die Daten eigentlich das Eigentum der Allgemeinheit sind.

Check!

Viele fordern als Konsequenz jetzt die Konten auf den sozialen Netzwerken zu deaktivieren und beispielsweise Facebook zu verlassen. Diese Reaktion ist totaler Blödsinn, denn die soziale Netzwerke sind nicht mehr aus unserer Existenz wegzudenken und das Verlassen würde einen Verlust vieler Sozialer Kontakte bedeuten, der so nicht zumutbar ist. Gleiches gilt grundsätzlich (vielleicht) auch für Google, denn auch dort gibt es im Moment keine Alternative.

Es ist zu viel Zeit ohne Regulierung vergangen und die Konzerne haben Fakten geschaffen, die nicht mehr aus der Welt zu schaffen sind, denn sie haben sich zu Grundpfeilern des heutigen Internets entwickelt.

Weltweit agierende Konzerne erfordern eine weltweite Kontrolle

Eine lokale Gesetzgebung wird immer dazu führen, daß weiterhin internationale Schlupflöcher gefunden werden um Regulierungen weltweit zu hintergehen und ad absurdum zu führen, also muss über eine “globale” Lösung nachgedacht. Vielleicht die UN?

Daten sind der Goldschatz unserer Zeit und wer die Datenhoheit hat, der bestimmt über das Schicksal der Menschheit und dabei darf es nicht sein, dass private, nicht reglementierte Firmen eine nicht kontrollierte und parallele Gesetzbarkeit einführen indem sie neue Wege der Beeinflussung und Machtausübung schaffen.

Alle Datenstaubsauger sind eine Gefahr für die Demokratie!

Wie Daten behandelt werden müssen um den größten Nutzen zu erzeugen muss eingehend diskutiert werden, aber es ist grundsätzlich klar, daß Daten und Gewinne aus der Nutzung dieser Daten Allgemeingut sind und der Allgemeinheit zugute kommen müssen. „Der Datenschutz ist tot, seht es ein und lasst uns feiern!“ Vergesst den Datenschutz und tragt ihn endlich zu Grabe, es ist Zeit für einen offenen und tabufreien Gesellschaftlichen Diskurs wie die Herausforderungen der Post-Privacy-Gesellschaft angegeben werden müssen.

Es muss nachgedacht werden, ….

  • … wie multinationale Datenstaubsauger über die Grenzen hinweg reguliert werden können.
  • … wie existierende Strukturen so verändert werden müssen, um einen gemeinwirtschaftlichen Mehrwert zu schaffen, anstatt einige Wenige superreich und supermachtvoll zu machen.
  • … wie verhindert wird, dass multinationale Datenstaubsauger Gesetze umgehen, eine zweite “Rechtsprechung” schaffen und somit die Demokratie gefährden.

Der Datenschutz ist tot, hoch leben die Daten! Lasst sie uns nutzen.

Gerade jetzt könnten wir verifizierbare „Real Time Daten“ gut gebrauchen um belastbare Aussagen über COVID-19 zu bekommen. welche uns helfen würden um beispielsweise das Infektionsgeschehen zu verfolgen und eventuelle Schutzmöglichkeiten zu entwickeln.

Die APPs finden sich hier im App-Store von Google für Android und hier bei Apple für IOS Geräte. Ich habe die APP über einen Link in einem Artikel bei Heise.de heruntergeladen.

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